Die wohl großte Volkskrankheit unserer Zeit heißt Krebs.
Krebs ist wohl die Erkrankung, die bei uns Menschen die größte Angst auslöst. Diese Angst selbst hat schon krankmachenden Charakter, sodass es äußerst wichtig ist, die Angst zu reduzieren. Dazu ist es notwendig, über die Zusammenhänge zwischen körperlichen Prozessen und deren geistig-seelischen Ursachen informiert zu sein.
Zunächst möchte ich Ihnen daher ein paar allgemeine Informationen über diese Erkrankung geben.
Alle Veränderungen im menschlichen Organismus, in deren Verlauf ein unkontrolliertes und wucherndes Wachstum der Körperzellen einsetzt und dabei gesundes Gewebe zerstört wird, werden als Krebs bezeichnet.
Jedes Organ, jedes Körperteil, jedes Gewebe besteht aus Zellen, die sich nach einem zweckgerichteten Bau- und Zeitplan vermehren bzw. erneuern. Beim Krebs wird dieser natürliche Plan nicht mehr eingehalten. Einzelne Zellen oder Zellgruppen beginnen, sich ungeordnet und wild zu vermehren. Dabei wuchern sie auf Kosten der gesunden und nützlichen Zellen.
Wenn sich ausreichend wilde Zellen – also Krebszellen - gebildet haben, entstehen tast- oder sichtbare Geschwülste.
Krebszellen haben die Eigenschaft, einzeln oder in ganzen Verbänden über die Blut- und Lymphbahnen in andere Körperbereiche zu wandern. Dadurch entstehen weitere krebskranke Stellen - die Tochtergeschwülste oder Metastasen.
Alle Organe oder Gewebe können krebsartig entarten.
Der Verdauungstrakt ist offensichtlich das am häufigsten befallene Organsystem, danach folgen die Geschlechtsorgane und die Atemwege. In den letzten Jahren nehmen jedoch auch bösartige Hauterkrankungen immens zu.
Die Sorge, an Krebs zu erkranken, ist in unserer Bevölkerung weit verbreitet. Und tatsächlich wird bei zirka 45 % Deutschen im Laufe ihres Lebens ein bösartiger Tumor festgestellt. Bei 24 % der Deutschen ist das die Todesursache.
Meist trifft es die Erkrankten wie „ein Blitz aus heiterem Himmel“. Denn oft wird der Krebs erst nach langjährigem Verborgensein oder nach vielen Vorstadien festgestellt. Viele Krebspatienten hatten vor dem Ausbruch des Tumors eine scheinbar einwandfreie Gesundheit.
Doch irgendwann reagiert der Organismus auf lang andauernde gesundheitsschädigende Reize mit einer bösartigen Zellwucherung. Auslöser dafür können Umweltfaktoren wie Strahlen, chemische Stoffe oder Gase, mechanische Reize, Erdstrahlen, aber auch eine schlechte und einseitige Ernährung, Zahnstörfelder, Temperatureinflüsse oder Viren sein.
Tatsache ist, dass der Krebs in den Industrieländern immer mehr zunimmt. Bei Naturvölkern sind bösartige Entartungen des Zellgewebes selten anzufinden.
Zum Glück können Krebserkrankungen heute bereits in einem sehr frühen Stadium erkannt werden.
Wenn Sie folgende Warnsignale Ihres Körpers bemerken, suchen Sie bitte unbedingt einen Arzt auf, um den Grund dieser Beschwerden abklären zu lassen:
1. Knotige oder geschwulstige Verdickungen in oder unter der Haut
2. Veränderungen eines Muttermals oder einer Warze
3. Anhaltende Magen, Darm- oder Schluckbeschwerden
4. Nicht heilende Wunden
5. Lang andauernder Husten oder chronische Heiserkeit
6. Schmerzen beim Wasserlassen, blutiger Urin, ungewöhnliche Absonderungen aus
einer der Köperöffnungen
7. Unregelmäßige Monatsblutungen oder Scheidenausfluß mit Blutbeimischungen
Sollte der Arzt bei Ihnen eine Krebserkrankung festgestellt haben, seien Sie sicher, dass er Sie mit all seinen Möglichkeiten nach bestem Wissen und Gewissen in Ihrem Heilungsprozess unterstützen wird. Den größten und wichtigsten Einfluss auf Ihren Heilungsprozess hat jedoch nur einer: Sie selbst. Sie selbst können auf Ihre Genesung positiv einwirken. Denn Sie haben eine Reihe von Möglichkeiten, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und damit einen wichtigen Beitrag für Ihre Heilung zu leisten.
Bedenken Sie, dass jede Erkrankung, ob leicht oder schwer, nichts anderes als ein Hilferuf Ihres Körpers ist. Ihr Körper fordert Sie zu einer Veränderung Ihrer Denk-, Gefühls- oder Lebensgewohnheiten auf.
Fragen Sie sich zunächst, was Ihnen Ihr Körper signalisieren will. Was will er Ihnen sagen?
Die Bereitschaft, sich mit der Erkrankung bewusst auseinander zu setzen, ist der erste Schritt zur Heilung. Die hinter der Erkrankung liegende Botschaft Ihres Körpers zu erkennen und ihr zu folgen, ist der nächste Schritt.
Auffällig ist, dass viele Krebspatienten eine ähnliche Lebensweise verbindet. Sie sind oft extrem angepasst, können schlecht „Nein“ sagen, wenn die Umwelt Forderungen an sie heranträgt, und sie neigen dazu, gesellschaftliche Normen widerspruchslos zu erfüllen.
Wird eine emotionale oder geistige Auseinandersetzung als unangenehm empfunden, treten sie den Rückzug an. Die Gefahr, anderen Menschen Grenzen setzen zu müssen und damit aus der „lieben“ Rolle zu fallen, ist groß, meistens zu groß. Eher wird klein beigegeben und die scheinbare Beliebtheit bei anderen gerettet. Dass dabei das eigene Selbstwertgefühl mehr und mehr auf der Strecke bleibt, merkt der Betroffene kaum. Er ist es gewöhnt, sich zurückzunehmen und einzustecken. Sich selbst, seinen Wert als Mensch und oft auch das Leben selbst stellt er in Frage. Die latente Depression, die sich daraus entwickelt hat und in der er sich fast ständig befindet, lassen ihn zwar auch nach außen traurig erscheinen, doch ist das in unserer Gesellschaft ein häufiges Erscheinungsbild und fällt daher nicht weiter auf.
Die übermäßige Anpassung an die Forderungen der Umwelt führt zu einer unterschwelligen Aggression sich selbst gegenüber.
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