SONNEN-YOGA – rasch neue Energie tanken
von Marianne Scherer -
Mit Sonnen-Yoga tanken Sie in kürzester Zeit neue Kraft. Sie werden vor Vitalität sprühen und Ihre Umwelt wird Sie um Ihre positive Ausstrahlung beneiden.
Sonnen-Yoga ist im Trend. In den USA sprießen immer mehr Sonnen-Yoga-Studios aus dem Boden und allmählich wird dieser Yoga auch in Europa bekannt. Sonnen-Yoga wurde in Indien lange praktiziert, geriet irgendwann in Vergessenheit und erlebt nun weltweit eine Renaissance. Bei diesem Yoga geht es darum, das Sonnenlicht für die Gesundheit von Körper, Geist und Seele optimal zu nutzen. Zum Sonnenyoga gehören der Sonnengruß mit speziellen Sonnenmantras, Atemübungen und Meditation. Auch eine gesunde Sonnennahrung und Sonnenwellness sind Bestandteil dieser Yoga-Philosophie.
Sonnengruß mit Mantras zur Chakra-Aktivierung
Der aus dem Hatha-Yoga bekannte Sonnengruß ist ein Allround-Genie. Auf der körperlichen Ebene dehnt er Muskeln und Sehnen, außerdem sorgt er für einen flotten Kreislauf. Auf der inneren Ebene ist er eine Energiedusche für die Chakras, die damit mehr Schwung bekommen. In Verbindung mit Sonnenmantras ist er absolut unschlagbar, denn diese Mantras haben eine besondere Klangschwingung, die die bis auf die Zellebene belebend und erneuernd wirkt. Das Üben erfolgt auf meditative Weise, also nicht zu schnell und mit viel Hingabe. Sie werden sich nach dem Üben wie neugeboren fühlen! Die Mantras können Sie auf der zum Buch gehörigen CD anhören und natürlich auch mitsingen. Die CD gibt einen meditativen Übungsrhythmus zum Sonnengruß vor, dem Sie leicht folgen können.
Tipp: Üben Sie den Sonnengruß am besten täglich, damit er seine Wirkungen voll und ganz entfalten kann. Wer den Sonnengruß noch nicht kennt, besucht am besten erst mal einen Yoga-Kurs oder lässt ihn sich von jemand zeigen, der ihn beherrscht. Für Geübte: Konzentrieren Sie sich auf die Chakras und spüren Sie die wunderbaren Schwingungen der Mantras.
Sie brauchen: eine gute Yogamatte, frische Luft und ca. 20 Minuten Zeit
Die Sonnenmantras, die zu jeder Position gehören, lauten: Hram, Hrim, Hrum, Hraim, Hraum, Hraha. Nach der Position sechs werden sie wiederholt.
1 Gebetshaltung: Ausatmen. Die Hände im Stehen vor dem Brustkorb aneinanderlegen. Die Konzentration ist im Herzchakra. Das Mantra ist Hram.
2 Armstreckung: Einatmen. Die Arme weit über den Kopf heben und den oberen Rücken möglichst weit nach hinten wölben. Die Konzentration ist im Nackenchakra. Das Mantra ist Hrim.
3 Hand-Fuß-Haltung: Ausatmen. Von der Hüfte aus den Oberkörper nach vorn beugen, die Handflächen liegen neben den Füßen. Die Stirn berührt möglichst die Knie. Die Konzentration ist im Kreuzbeinchakra. Das Mantra ist Hrum.
4 Reiterhaltung: Einatmen. Das linke Knie beugen und das rechte Bein so weit wie möglich nach hinten strecken. Der linke Fuß steht zwischen den Händen. Die Zehen und das rechte Knie berühren den Boden. Den Kopf in den Nacken legen und nach oben schauen. Die Konzentration ist im dritten Auge, dem Ajna-Chakra. Das Mantra ist Hraim.
5 Berghaltung: Ausatmen. Den linken Fuß neben den rechten stellen. Den Po heben und den Kopf zwischen die Arme senken, so dass der Körper ein Dreieck mit dem Boden bildet. Die Handflächen liegen am Boden. Die Wahrnehmung ist im Halschakra. Das Mantra ist Hraum.
6 Gruß mit acht Gliedern: Atem nach dem Ausatmen in der Berghaltung anhalten. Die Knie sind am Boden, Brust und Po bleiben oben. Hände, Kinn, Brust, Knie und Zehen berühren den Boden, die Wirbelsäule ist nach innen gewölbt. Die Konzentration ist im Nabelchakra. Das Mantra ist Hraha.
7 Kobra: Einatmen. Den Brustkorb und den Kopf heben. Die Arme sind am Körper, die Wirbelsäule ist so weit wie möglich nach innen gebogen. Die Konzentration ist im Kreuzbeinchakra. Das Mantra ist Hram.
8 Berghaltung: Ausatmen. Den Po heben und den Kopf zwischen die Arme senken, so dass der Körper ein Dreieck mit dem Boden bildet. Die Handflächen liegen am Boden. Die Wahrnehmung ist im Halschakra. Das Mantra ist Hrim.
9 Reiterhaltung: Einatmen. Den rechten Fuß nach vorn zwischen die Hände bringen, den Kopf in den Nacken legen. Die Konzentration ist im dritten Auge, dem Ajna-Chakra. Das Mantra ist Hrum.
10 Hand-Fußhaltung: Ausatmen. Den rechten Fuß neben den linken stellen und die Beine strecken. Der Po geht nach oben, der Kopf berührt möglichst die Knie. Die Konzentration ist im Kreuzbeinchakra. Das Mantra ist Hraim.
11 Armstreckung: Einatmen. Mit geradem Rücken aufrichten, die Arme weit über den Kopf heben und den oberen Rücken möglichst weit nach hinten wölben. Die Konzentration ist im Nackenchakra. Das Mantra ist Hraum.
12 Gebetshaltung: Ausatmen. Die Arme senken und die Hände vor der Brust falten. Die Konzentration ist im Herzchakra. Das Mantra ist Hraha.
Beginnen Sie den Zyklus von Neuem und bringen Sie dieses Mal bei der Reiterhaltung das linke Bein bzw. den linken Fuß nach vorn. Wenn der Sonnengruß mit beiden Beinen ausgeführt wurde, die Reiterhaltung rechts und dann links, ist ein Zyklus beendet. Üben Sie mindestens zwei Zyklen.
Tipp: Praktizieren Sie Yoga nie mit vollem Magen! Die letzte Mahlzeit sollte mindestens zwei Stunden zurückliegen. Üben Sie nicht, wenn Sie krank sind oder sich unwohl fühlen. Lassen Sie jegliches Leistungsdenken beiseite. Treten Sie in einen achtsamen Dialog mit Ihrem Körper und Ihrem Inneren.
Mehr Prana
Die Heilkraft der Sonne war in allen alten Kulturen bekannt und wurde ganz selbstverständlich in den Alltag integriert. Der Sonnengruß ist ein Relikt der altindischen Sonnenkultur. Bis heute wird in Indien vielerorts der Sonnengruß bei Sonnenaufgang praktiziert. Zum Einen, um die Sonne als Spenderin allen Lebens zu würdigen. Zum Anderen weil im Yoga bekannt ist, dass die Atmosphäre zu dieser Zeit besonders viel Prana enthält - reine Lebensenergie, die eine äußerst positive Wirkung auf Körper, Geist und Seele hat..com
Chakra-Farbvisualisierung
Mit einer Farbvisualisierung können Sie die Chakras ausbalancieren und ihnen extra Energie zuführen. Wählen Sie Ihren Lieblingsstein für das jeweilige Chakra und suchen Sie sich einen Ort, an dem Sie ungestört sind. Legen Sie sich auf eine bequeme Unterlage und platzieren Sie die Steine auf den entsprechenden Chakras. Sie können sie auch festkleben. Schließen Sie die Augen, visualisieren Sie die Farbe des Steins und atmen Sie dreimal in jedes Chakra ein. Beginnen Sie mit dem Scheitelchakra und enden Sie mit dem Basis-Chakra.
Scheitel-Chakra: Violett = Amethyst, Bergkristall, Diamant, Gold
Stirn-Chakra: Indigo = Lapislazuli; Opal, blauer Saphir, blauer Turmalin
Hals-Chakra: Blau = Aquamarin, Calcedon, Türkis, Lapislazuli
Herz-Chakra: Grün = Aventurin, Smaragd, Rosenquarz, Malachit, Jade
Nabel-Chakra: Gelb = Bernstein, Topas, Citrin, Bernstein, gelber Jaspis
Sakral-Chakra: Orange = Karneol, Orangencalcit, Feueropal, Koralle
Basis-Chakra: Rot = Rubin, Granat, Hämatit, rotes Tigerauge, Sarder
Sonnenlicht trinken
Ihre Sonnen-Yoga-Praxis können Sie intensivieren, indem Sie mit Sonnenlicht bestrahltes Wasser trinken. Wasser ist ein Medium, das nicht nur positive und negative Informationen, Worte und Töne, sondern auch Gefühle und Bewusstsein speichert. Und natürlich auch die im Sonnenlicht enthaltene Kraft! Dessen Heilwirkung ist längst wissenschaftlich erwiesen!
So stellen Sie Ihren Powerdrink her:
1 Füllen Sie sauberes, reines Wasser in ein Glas oder einen Glaskrug.
2 Stellen Sie das Gefäß – am besten frühmorgens – einige Stunden mit einer Glasabdeckung ins Freie. Danach ist das Wasser aufgeladen und Sie können es trinken. Genießen Sie jeden Schluck und stellen Sie sich dabei vor, dass das Sonnenlicht in jede Ihrer Zellen wandert.
Variante:
1 Decken Sie das Wasserglas bzw. den Wasserkrug mit Farbfolien ab (gibt’s in jedem Schreibwarenladen).
2 Bei der Auswahl der Farbfolie können Sie instinktiv vorgehen oder jeden Tag eine andere Farbe benutzen. Beginnen Sie z. B. Montags mit Rot und arbeiten Sie sich bis Sonntag durch das Farbspektrum.
Übrigens: Grüne Farbdrinks wirken stark entgiftend.
Meditation bei Sonnenaufgang
Rund um die Welt meditieren Yogis bei Sonnenaufgang, um die günstigen kosmischen Schwingungen der Morgensonne aufzunehmen. Versuchen Sie es doch auch mal! Sie werden staunen, wie gut Sie sich danach fühlen! Am besten suchen Sie sich schon 15 Minuten vor Sonnenaufgang Ihren idealen Platz auf der Terrasse, im Garten, im Park oder im Urlaub am Strand.
• Setzen Sie sich im Lotussitz in Richtung Osten. Die Hände liegen im Sonnen-Mudra (Ringfinger und Daumen zusammen) auf den Knien. Praktizieren Sie einige Runden Tiefenatmung. Atmen Sie auf vier ein, halten Sie den Atem auf vier an und atmen Sie auf vier aus.
• Spüren Sie in sich hinein und nehmen Sie bewusst Ihren inneren Zustand wahr. Wie fühlen Sie sich? Woran denken Sie? Was beschäftigt Sie gerade am meisten? Lassen Sie mit dem Ausatmen alle Gedanken los.
• Schließen Sie die Augen, konzentrieren Sie sich auf Ihr Herzzentrum und atmen Sie die Sonnenstrahlen tief in Ihr Herz ein. Spüren Sie Ihr Herz als pulsierendes Zentrum der Sonne.
• Visualisieren Sie nun die Sonne als leuchtende Energie in Ihrem Herzen. Spüren Sie die Wärme und das Licht. Heben Sie die Arme in Richtung Sonne hoch über den Kopf und atmen Sie tief und bewusst ein und aus.
• Stellen Sie sich beim Ausatmen vor, dass die Sonnenstrahlen Ihren ganzen Körper durchfluten. Spüren Sie die Leichtigkeit, die dadurch in Ihnen entsteht.
Wirkung:
Diese Meditation bringt viel Energie für den Tag und verbindet mit dem Kosmos. Sie öffnet das Herz, erhöht die Liebesfähigkeit und bringt inneren Frieden.
BÜCHER ZU DIESEM THEMA:
Sonnen-Yoga – Die Kraft des Lichtes neu entdecken (2010), Marianne V. Scherer, Windpferd-Verlag
Sonnengruß und Meditation (2012), Marianne V. Scherer, Windpferd-Verlag