Was ist der Unterschied zwischen Naturgesetz und „Glaubenssatz“?
von Michael Ensle -
Naturgesetz oder Glaubenssatz, der Unterschied.
In den letzten beiden Blogs haben wir uns jene drei Naturgesetze angesehen, durch die Glaubenssätze ihre Wirkung entfalten. Heute wollen wir uns damit beschäftigen, wie wir den Unterschied zwischen Naturgesetz und Glaubenssatz herausfinden können.
Wenn Du Dir einen Deiner eigenen Glaubenssätze bewusst machst (z.B. Ich muss kämpfen, um im Leben Erfolg zu haben), dann wirst Du im ersten Moment auch davon überzeugt sein, dass das Leben wirklich so ist. Das ist auch durchaus nachvollziehbar, weil Du diese Vorstellung schon seit Deiner Kindheit mit Dir mitträgst. Denn Du hast wahrscheinlich öfter die Erfahrung gemacht, dass Dein Leben nicht funktioniert, wenn Du es mal locker angehen lässt.
Menschen, die sich mit dieser Thematik nicht beschäftigen, werden in Gesprächen auch kaum davon abrücken; vielmehr werden sie sogar versuchen, ihr Gegenüber von dieser Sichtweise zu überzeugen und haben dafür natürlich auch gute Argumente bei der Hand, nämlich ihre eigenen Erfahrungen. Sie werden sich davon auch nicht abbringen lassen, denn dann würde eine Säule ihres Lebenskonzeptes ins Wanken geraten und das wollen die wenigsten zulassen. Daher verteidigen sie ihre Position.
Wie begegne ich diesen Menschen?
Ich selbst habe mir angewöhnt, Menschen außerhalb des Coaching nicht darauf anzusprechen oder gar Ratschläge zu geben, weil das in aller Regel Widerstand erzeugt und nichts bringt. Wer von uns nimmt gerne ungefragt Tipps entgegen?
Passiert das in einem Gespräch und werde ich nach meiner Meinung gefragt, dann antworte ich sinngemäß so: „Das ist Deine Sichtweise und diese ist vollkommen ok (und auch nachvollziehbar); ich sehe die Sache jedoch anders!
Damit respektiere ich die Betrachtungsweise meines Gegenübers und sage aber gleichzeitig, dass ich das anders sehe. Anders bedeutet in diesem Sinn, nicht besser oder schlechter, sondern einfach anders.
In den meisten Fällen reicht das auch aus, dass es zu keinen weiterführenden Diskussionen zu dieser Sache kommt.
Wann wird diese Person für andere Sichtweisen offen sein?
In aller Regel braucht es dazu einen hinreichend notwendigen Beweggrund. In den meisten Fällen ist das eine Situation, die unangenehm ist und Schmerzen bereitet. Schmerzen sind für viele Menschen ein oder sogar das Hauptmotiv für Veränderungen.
Ist sie daher vom vielen Kämpfen müde geworden, hat keine Kraft mehr oder ist sogar krank geworden, dann ist das meistens der Zeitpunkt, um über neue Sichtweisen zu reden und Veränderungen durchzuführen.
Wie kann ich herausfinden, ob es sich um einen Glaubenssatz handelt?
Wenn es ein Naturgesetz wäre, dann würde das Leben bei allen Menschen genauso ablaufen. Ich stelle mir daher die Frage, ob das bei allen Menschen so ist, im oben angeführten Beispiel, ob alle Menschen kämpfen müssen, um erfolgreich zu sein.
Da dem nicht so ist, ist es meine von mir selbst erschaffene Realität und diese kann ich jederzeit ändern, wenn ich das will. Damit Menschen die dafür erforderliche Energie aufbringen, ist – wie schon oben beschrieben – ein gewisses Schmerzlevel notwendig; und das ist bei einer Person früher und bei einer anderen später erreicht.
Ich lade Dich dazu ein, Dir jene Sätze zu notieren, die Dich aktuell nerven und zu untersuchen, ob es sich dabei um ein – fixes und daher unveränderliches – Naturgesetz oder einen – von Dir selbst erschaffenen – Glaubenssatz handelt.
Im nächsten Blog werden wir uns damit beschäftigen wie wir schon frühzeitig unsere Glaubenssätze erkennen und somit verändern können.
Michael Ensle
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