Glaubenssätze - wie entsteht ein Glaubenssatz - Ursache für die Entstehung - Glaubenswolke -
von Michael Ensle -
Wie entstehen „Glaubenssätze“ (3)?
Im letzten Blog haben wir uns mit dem vierten Punkt „Konventionen“ beschäftigt wie Glaubenssätze entstehen können und wie dort angekündigt, will ich Dir heute eine weitere Möglichkeit vorstellen.
5. Glaubenswolke
Es handelt sich dabei um Aussagen und Feststellungen, die aus der „Wissenschaft“ abgeleitet werden.
So wie viele Menschen sich sicher(er) fühlen (und dazu habe ich früher auch gehört), wenn sie ihrem Verstand folgen, weil sie dann meinen, das Leben unter Kontrolle zu haben, vertrauen viele Menschen lieber den sogenannten objektiven Fakten als sich selbst.
Viele Menschen erfreuen sich an Statistiken und empirischen Studien, mit denen es scheinbar gelingt, das Leben zu beschreiben, um Entscheidungen und Handlungsweisen daraus abzuleiten. Doch der Preis, den man dafür bezahlt, ist jener der Mittelmäßigkeit, weil es sich um Wege handelt, die bereits vielfach gegangen und ausgetreten sind.
Als ich mich im Jahr 2002 selbständig gemacht habe, kannte ich jene Glaubenssätze nicht, denen man üblicherweise begegnet (Du musst rund um die Uhr arbeiten und hast (fast) kein Privatleben! Viele überleben die ersten drei Jahre nicht! Du verdienst weniger und lebst unsicher!).
Ich hatte vielmehr eigene und teilweise konträre Vorstellungen (arbeite weniger und verdiene mehr; werde das bis an mein Lebensende machen), so dass mich diese Sätze nicht beeinflussen konnten.
Als Coach erlebe ich jedoch viele Menschen, die sich bewusst mit diesen „Glaubenswolken“ beschäftigen oder sich unbewusst davon beeinflussen lassen und dann in gewisser Weise doch enttäuscht sind, dass sich vieles davon auch in ihrem Leben zeigt. Sie hätten es zwar gerne anders gehabt, akzeptieren es aber, weil die sogenannte Wahrscheinlichkeit, dass das so passieren wird, sehr hoch und statistisch belegt war.
Doch was kümmern mich Arbeitslosenraten, Konkursquoten, Krankheitswahrscheinlichkeiten und anderes „Zeug“, wenn ich weiß, dass es mich nur einmal gibt und ich daher aufgrund meiner Einmaligkeit und Einzigartigkeit statistisch gar nicht erhoben werden kann.
Das einzige, dem ich mich „unterordne“, sind Naturgesetze. Diese sind einfach und klar und im Verhältnis zu Glaubenssätzen in geringer Zahl. Das sind für mich die einzigen Spielregeln, die für mich relevant sind und alles andere kann ich selbst beeinflussen und gestalten.
Ich habe mir daher angewöhnt, mich von diesen wissenschaftlichen Informationen fernzuhalten und mir meine eigenen Vorstellungen zu den für mich wichtigen Bereichen (Beruf, Partnerschaften, Finanzen,…) zu machen, damit diese zu meiner Realität werden.
Das ist für mich der beste Weg, diesen Glaubenswolken auszuweichen und ihnen keine Macht über mich und mein Leben zu geben. Treffe ich trotz allem auf Menschen und Situationen, die mich damit konfrontieren, dann sage ich laut oder (zu mir) leise: Du siehst das so und ich sehe das anders.
Damit sage ich dem anderen (und dem Universum), dass diese (andere) Sichtweise ok ist und ich eine andere gewählt habe bzw. wähle. Somit bewahrheitet sich dann genau das: Euch geschehe nach Eurem Glauben.
Ich lade Dich dazu ein, Dir jene Bereiche Deines Lebens anzusehen, in denen Du Dich – mangels eigener Vorstellungen – auf externe Bilder verlässt und vielleicht entdeckst Du dabei etwas, was Du in dieser Form künftig nicht mehr erleben willst.
Im nächsten Blog werden wir uns mit der Wirkung von Glaubenssätzen beschäftigen.
Michael Ensle
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