„Dass ich erkenne, was die Welt / Im Innersten zusammenhält.“ Wer hat diesen Satz von Goethe / Faust, dem ewigen Streben nach Erkenntnis über die Natur, noch nicht gehört oder zumindest gelesen? J. W. v Goethe bezieht sich hier auf den Wunsch, ein Verlangen nach Wissen, zurückversetzt in die Zeit des Mittelalters. Inzwischen hat sich die Welt mehr als nur gedreht. Obwohl Fausts indirekte Frage noch immer nicht beantwortet ist, ist die Frage der GAIONIK heute: „Was setzt die Welt in ihrem Innersten in Bewegung.“
Wie die Bionik ist auch die GAIONIK ein Kunstwort und soll so viel heißen wie Verstehen und Lernen vom Geist der Natur, der Welt, des Kosmos, leben in diesem Geist. Während für die Bionik der Nützlichkeitsgedanke einer Anwendung von Prinzipien und Erfahrungen des Lebens der Natur zur Verbesserung der Technik des Menschen bestimmend ist, geht die GAIONIK horizontlos darüber hinaus.
GAIONIK ist nicht Religion, ist frei von Verherrlichung und Anbetung des vermeintlichen Göttlichen, frei von einer übergeordneten Macht, die alles richtet, alles bestimmt. Der Mensch ist die Antischöpfung, sein Böses ist überall und sein Gott ist nirgendwo. Und doch, vielleicht gerade deswegen, steht er staunend vor dem rätselhaften, unbegreiflichen und unaussprechlich verbindenden Geist allen Seins.
Er, der Mensch, ist wohl das stoffliche Leben, das über sich selber hinausgehen kann, auch wenn er sich dabei allzu schnell in selber konstruierten Sphären des Lichtes oder komplizierten Modellen höherer Ebenen verliert. Er ist einerseits Gefangener seiner selbst, andererseits Verlorener jenseits seiner Horizonte. Als Potential liegt in ihm eingebettet: „in den Geist allen Seins hinein gehen zu können“, wenn auch blind und führerlos. Erfahren ist ihm darüber hinaus möglich, daraus Erkenntnis zu gewinnen und in den großen Geist gebettet und eingegangen, lebendig dran teilhaben zu können, sein Sein daran auszurichten und zu leben.
Geistsein heißt lebendig sein, in Bewegung sein. Ruhender Geist sein ist absoluter Stillstand, bewegter Geist ist Leben. Geistsein ist Programm in Bewegung zwischen Chaos und Ordnung. Alles Sein ist Geist, ist letztlich bewegte und bewegende Intelligenz. Zuvor aber noch Etymologisches zur alles bewegende Intelligenz des Kosmos und der Welt der Menschen.
Gehen wir zurück in die Zeit vor der Zeit, in die Zeit vor den Universen. Alles Leben kommt von den wenigen Urquellen, Leben spendenden und lenkenden Mächtigkeitsballungen.
Darüber habe ich in einer anderen Schrift, hier verkürzt dargestellt, ausführlich geschrieben: „Urquellen des Lebens sind in kosmischen Maßstäben betrachtet riesige Lichtinselballungen. Es scheint nur sehr wenige im ganzen Kosmos zu geben. Sie sind das älteste Licht, ein silbernfahles und sehr mächtiges Lichtleben. Sie gehören zu den mächtigsten Wesen im Kosmos und sind an sich unvergänglich und doch mit einem Anfang und irgendwann mit einem Ende. …
Urquellen emittieren Lebenspartikel, nicht Licht. Ihr Licht behalten sie für sich, um sich immer an ihm wieder zu erneuern, zu reproduzieren. Die Quellen stoßen riesige, endlos lange Partikelschwärme aus. Solche Schwärme durchziehen den Kosmos und emittieren ihrerseits selber, dünnen sich dabei über unvorstellbar lange Zeiträume aus, sie heißen in der Sprache alter Kulturen ‚Sternensamen‘. Sternensamen bringen das Leben in den Kosmos, generieren auch die Lebendigkeit des Lichtes. Während ihres Weges durch die Universen bringen sie Leben in den unendlichen Raum, nehmen dabei auch immer wieder altes, meist verbrauchtes Leben auf, oft Lichtleben, durchmischen sich, paaren sich zu neuen Lebensentitäten. Schwärme geben mehr ab, als sie aufnehmen, aber mit neuem, durchmischtem Lichtleben zünden sie Sterne, wecken, generieren neues Leben z.B. in und auf vielen Himmelskörpern, Leben in den Weiten des Raumes. All die unwahrscheinliche Vielfalt an Leben in scheinbar toter Materie wie auch in lebendiger, kommt letztlich von den Urquellen, den Schwärmen der Sternensamen.“
Vom Anfang an, schon im Austritt aus der Urquelle, lenken und leiten Samenschwärme intelligent sich selber. Je länger sie im Kosmos unterwegs sind, umso mehr vernetzen sich ihre Partikel, kreieren als Samen verbindende und vernetzte Intelligenz. Kosmische Samenschwärme dünnen sich in nicht messbaren Zeiten aus und letztlich bleibt von ihnen nur pure Intelligenz im endlosen Raum und dunklen Weiten. So haben Entitäten vorbeikommender Schwärme sich auf der Erde der Menschen nieder gelassen. Mit ihnen auch kosmische Intelligenz, die vernetzte Intelligenz der Samenschwärme. Diese Intelligenz bewegt alles Leben auf und in der Erde der Menschen. Sie hält alles im Ungleichgewicht zwischen Chaos und Kosmos. Nur Ungleichgewicht ermöglicht bewegte Intelligenz, Gleichgewicht ist Stillstand, ist letztlich der Tod.
Die den Kosmos durchziehende Schwarmintelligenz bewegt die zeitlose (nach Erdenzeit) alte, gegenwärtige und künftige GAIA Mutter Erde. Es gibt sie, die Menschen, es sind gar nicht so wenige, die die alles bewegende Intelligenz wahrnehmen können. Aber nur wenige verstehen sie und noch geringere an Zahl können in ihr und mit ihr leben. Von diesem Leben erzählen die alten Weisen. Nur ihre Stimme ist gewollt sehr leise, nahezu stumm. Die alles durchdringende und vernetzte Intelligenz aller Entitäten, Partikel sowie größten und kleinsten Teile, welchen Namen man ihnen auch immer geben will, zeigt sich für jeden „sehbar“ in unzähligen Bildern des Lebens, erdumspannend oder in den kleinsten Einheiten des Seins.
Erdumspannende, globale Klimaströme, Weltmeere, der Erdkrustenmantel, alles Leben darauf und in ihm, bis in die Tiefe seines Kerns, alles hält die Schwarmintelligenz in Bewegung. Bewegung in kosmischer Intelligenz ist Leben einer ebensolchen Qualität. Bewegung außerhalb ihr ist auch Leben, eines in Freiheit, aber in anderer Qualität. Im gegenständlichen Fall in Menschenqualität.
Auch in sich sieht und erfährt der Mensch die erdenumspannende Schwarmintelligenz. Jede seiner Zellen, die ganze Komposition Mensch ist durchdrungen von Schwarmintelligenz. An sich selbst, unmittelbar, kann er von dieser Intelligenz erfahren und lernen. Diese Intelligenz hält ihn nicht nur zusammen, sie bewegt ihn wie alles andere Leben. Der Mensch hat aber auch die Freiheit sich gegen die Bewegung der Schwarmintelligenz zu stellen, aus ihr herauszutreten und sie zu missachten. Die Folgen trägt er unmittelbar, in, an sich und untereinander.
Des Menschen Streben nach Missbrauch und Manipulation der Schwarmintelligenz fällt auf ihn zurück. Er selbst wird zurückgeworfen in sein Leid und Elend, baut sich selber die Hölle auf Erden. Die Missachtung der Schwarmintelligenz bedingt Leiden, Schmerz, Elend und Verzweiflung, sind Folgen des Verrats an sich selbst. Der Mensch kann mit noch so immer größer werdender Macht und raffinierter Technik in die GAIA Mutter Erde missbräuchlich eingreifen, die Schwarmintelligenz wird immer mächtiger und größer sein als er selbst. Denn letztlich kommt sie aus der Unendlichkeit des Kosmos. Sie wird es immer noch geben, lange nachdem der Mensch nicht einmal eine solare Fußnote sein wird.
Hilflos baut sich der Mensch unzählige Modelle vermeintlich höheren Bewußtseins, Modelle zur Beherrschung und Ausbeutung von Leben und Mutter Erde. Er bestraft sich damit selbst. Die Bilder der Schwarmintelligenz sind in ihm, er ist in ihr, wenn auch im Normalfall als sich selber bestrafender Fremdkörper. GAIONIK kann den Menschen lehren, in und mit der Schwarmintelligenz zu leben, an ihr zeitlos Kosmisches zu erfahren, Kosmos zu leben und in ihm glücklich zu sein, seinen Frieden zu finden.
GAIONIK, lernen zu leben mit und in der Schwarmintelligenz ist die Hoffnung des Menschen. Er kann sich nach freiem Willen dafür oder dagegen entscheiden. Das Menschengeschlecht auf Erden wird so schnell nicht vergehen. Zumindest im Wimpernschlag seiner Kulturzeit gesehen. Er kann wie bisher weiter an seiner eigenen Hölle bauen oder der Intelligenz des Kosmos gerecht werden. Niemand im Kosmos, im Universum bewertet ihn, weint ihm eine Träne nach. Dafür ist er zu nichtig, ist er die kleinste Summe allen kosmischen Seins. Wie er sich in der Schwarmintelligenz einrichtet, so lebt er und vergeht er.
Der Kosmos, die GAIA Mutter Erde hat keine Moral, keine Ethik, er und sie lassen leben und eliminieren nach uralten zeitlosen Bewegungen und Rhythmen. Sterne werden geboren und sterben in Jahrmilliarden, das Geschlecht der Menschen eliminiert sich in seiner Bewegung selber. Da benötigt es kein kosmisches Regulativ. Er ist gekommen und er wird in der kleinsten Zeit des Kosmos wieder vergehen. Eine interessante Frage ist nur, wie er in seiner kurzen Zeitspanne leben wird – interessant wohl nur für ihn, für niemand anderen im Kosmos. Das Prinzip Mensch ist seine eigene Nichtigkeit und sein eigenes Vergehen, schon bevor er geboren wurde.
Armin vom Silberwald, einer der alten Meister des Waldes und Elfenmeister; einer, der die Nacht, den Mond und die Dunkelheit liebt, aus der Dunkelheit kommt
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